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Adventsbläser Das Hornblasen in der Advents- und WeihnachtszeitDas Hornblasen in der Advents- und Weihnachtszeit war in der ganzen Gegend um das ehemalige Niederstift Münster sowie in den Grafschaften Lingen und Bentheim verbreitet. Bereits 1655 ist in Bawinkel (Lingen) das Hornblasen in der Christnacht bezeugt. Nach Berichten aus anderen Orten zogen Schäfer und junge Burschen mit ihren bis zu 1,50 m langen "Middewintershörnern" in der Christnacht blasend zum Hirtenamt, in dem dann die Hörner beim Gloria mit den Glocken und Altarschellen zu Gesang und Orgelspiel ertönten. Naturgemäß führte diese Sitte häufig zu Auswüchsen und Störungen des Gottesdienstes, weshalb mehrfach ein Verbot des Hornblasens ausge- sprochen wurde. In Löningen wird das Hornblasen in der Kirche unter dem Amtmann Lentz van Höfften zwischen 1803 - 1809 abgeschafft. Das unmittelbar mit dieser Sitte zusammenhängende "Adventsblasen" außerhalb der Kirche war ebenso weit verbreitet und hat sich in Löningen, besonders in den umliegenden Bauernschaften bis auf den heutigen Tag erhalten. Zweifellos liegt dieser Sitte ein alter Beschwörungsritus zugrunde, der vom Christentum als Hirtenmusik zu Ehren des Christkindes umgedeutet und geduldet wurde.
Allgemein benutzte man diese Hörner auch als Signalinstrument zur Verständigung über große Entfernungen hinweg. In früheren Zeiten stellten die Holzschuhmacher auch Adventshörner her. Quelle: Booklet zur CD "Advent und Weihnachten in St. Vitus Löningen - Orgel plus". Musikproduktion Dabringhaus und Grimm OHG, Detmold. GEMA. |
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